Concept2 SkiErg in einer CrossFit Box – Schweiss auf dem Trittbrett nach einem harten Workout

SkiErg-Training: Technik, Watt und drei Workouts

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In fast jeder Box steht einer, und in fast jeder Box ist er das Gerät, an dem die Leute vorbeigehen. Rudergerät kennt jeder, Bike auch. Aber die zwei Griffe an der Wand? Die probiert man einmal, zieht 500 Meter, hat dichte Unterarme — und lässt es wieder bleiben.

Das ist schade, denn kaum ein Gerät bringt so schnell so viel Rumpf- und Oberkörperarbeit auf die Uhr. Und der SkiErg ist ehrlich: Schlechte Technik verzeiht er nicht, er zeigt sie dir sofort als tiefe Wattzahl an. Genau deshalb lohnt es sich, ihn einmal richtig zu lernen statt ihn wegzulassen.

Hier ist, worauf es ankommt: Technik, Steuerung und drei Workouts, mit denen du anfangen kannst.

SkiErg-Technik: Der Zug kommt aus der Hüfte, nicht aus den Armen

Das ist der eine Punkt, an dem sich alles entscheidet. Der SkiErg ist kein Armgerät — er ist ein Ganzkörpergerät, bei dem die Arme ganz am Ende der Kette stehen. Die Kraft kommt aus Hüfte und Rumpf.

Die Bewegung in vier Schritten:

1. Startposition — aufrecht stehen, Griffe über Kopfhöhe, Arme lang, Rumpf unter Spannung.
2. Einleiten mit dem Körpergewicht — du beugst in der Hüfte und lässt dein Gewicht nach unten arbeiten. Hier entsteht die Leistung.
3. Durchziehen — erst jetzt schliessen die Arme, bis die Hände neben den Oberschenkeln sind.
4. Zurück — kontrolliert in die Startposition, ohne dich am Seil hochzureissen.

Wenn du es richtig machst, spürst du es im Latissimus und im Rumpf — nicht in den Unterarmen. Brennende Unterarme nach 500 m sind fast immer ein Technik-Signal, kein Fitness-Signal.

Doppelstock oder Diagonal — wann was

Der SkiErg bildet zwei Techniken aus dem Skilanglauf ab. Beim Doppelstock ziehst du beide Griffe gleichzeitig. Das ist die Technik, die du zuerst lernen solltest: Beide Seiten arbeiten synchron, die Hüfte kann voll mitarbeiten, und du bringst am meisten Leistung auf.

Und ja, die Diagonaltechnik funktioniert am Gerät wirklich — Concept2 führt sie selbst als zweite Technik: Die beiden Griffe hängen an getrennten Zugseilen, du kannst also im Wechsel ziehen, ein Arm nach dem anderen, wie beim klassischen Langlauf. Als Abwechslung und zum Aufwärmen ist das gut.

Für Intervalle und gemessene Distanzen bleibt Doppelstock die Wahl: Der Rhythmus ist leichter konstant zu halten, und deine Zeiten werden untereinander vergleichbar. Kurz — Doppelstock ist dein Arbeitspferd, Diagonal die Variation.

Drei Fehler, die wir am SkiErg immer wieder sehen

Nur mit den Armen ziehen. Das Ergebnis kennst du jetzt — Unterarme dicht, Watt tief. Wenn du nicht weisst, ob du es tust: Filme dich von der Seite. Bewegt sich deine Hüfte kaum, ziehst du mit den Armen.

Zu kurz durchziehen. Viele stoppen auf Hüfthöhe. Der letzte Teil des Zugs, bei dem die Hände an den Oberschenkeln vorbeigehen, ist der, in dem der Latissimus wirklich arbeitet.

Kadenz statt Kraft. Schneller ziehen fühlt sich nach mehr an, bringt aber selten mehr Leistung. Ein langer, kräftiger Zug mit sauberer Rückkehr schlägt hektisches Pumpen fast immer. Schau auf die Splitzeit, nicht auf die Züge pro Minute.

Der Damper regelt das Gefühl, nicht den Widerstand

Unten im Gehäuse sitzt ein Schwungrad mit Luftflügeln — Concept2 nennt es Windrad. Dein Zug beschleunigt es, die Luft bremst es wieder ab. Daher der Name Luftwiderstand, und daher auch das Geräusch.

Die Klappe seitlich daran ist kein Schwierigkeitsregler. Sie bestimmt nur, wie viel Luft ins Rad kommt — also wie sich der Zug anfühlt. Hoch eingestellt wirkt es wie schwerer, langsamer Schnee. Tief eingestellt leichter und schneller.

Der eigentliche Widerstand kommt von dir: Je härter du ziehst, desto mehr baut das Rad auf. Wer glaubt, er trainiere auf der höchsten Stufe härter, verwechselt Gefühl mit Leistung. Die meisten fahren mit einer mittleren Einstellung am besten — und lassen sie dann in Ruhe, damit ihre Werte über Wochen vergleichbar bleiben.

Watt statt Gefühl — so steuerst du dich

Der PM5-Monitor zeigt dir Watt, Distanz und Splitzeit. Die Zahl, an der du dich ausrichtest, ist Watt — oder die Splitzeit pro 500 m, wenn du das lieber liest.

Der Grund ist simpel: Watt ist weltweit standardisiert. Deine 200 Watt in Pfäffikon sind dieselben 200 Watt in Boston. Dein Gefühl schwankt mit Schlaf, Tagesform und Kaffee — die Zahl nicht.

So findest du deinen Ausgangswert: Zieh eine Minute kontrolliert, so dass du danach noch reden könntest. Merk dir die Durchschnitts-Watt. Das ist dein Grundtempo. Intervalle fährst du darüber, lange Einheiten darunter. Nach sechs bis acht Wochen misst du neu.

Drei SkiErg-Workouts zum Anfangen

1. Technik-Einstieg — 5 × 500 m, 1 Minute Pause. Das Ziel ist nicht die schnellste Zeit, sondern fünf gleiche Zeiten. Wenn der letzte Satz deutlich abfällt, bist du zu hart gestartet. Ein sauberes Ergebnis hier ist mehr wert als eine gute Einzelzeit.

2. Intervall — 8 × 250 m, Pause so lang wie die Arbeit. Kurz, hart, mit klarer Erholung. Hier darfst du über dein Grundtempo gehen. Achte darauf, dass die Technik im letzten Satz noch dieselbe ist wie im ersten.

3. Der 1000er. Einmal alle paar Wochen als Referenzwert — die Distanz, die in Wettkampfformaten wie Hyrox als feste Station vorkommt. Teil sie dir ein: die ersten 250 m bewusst kontrolliert, die mittlere Hälfte im Grundtempo, die letzten 250 m alles, was noch da ist. Wer die ersten 250 m verreisst, verliert am Schluss mehr, als er vorne gewonnen hat.

Daraus wird ein Trainingsplan, ohne dass du etwas ausrechnen musst: eine Technik-Einheit und eine Intervall-Einheit pro Woche, alle vier bis sechs Wochen ein 1000er als Standortbestimmung. Wenn das SkiErg-Training neben deinem Krafttraining läuft, leg die Intervalle nicht auf den Tag vor dem schweren Ziehen — Rücken und Lat brauchen die Pause.

Und wo steht das Ding?

Der SkiErg braucht wenig Fläche, aber Höhe. Die Variante mit Bodenständer misst 59.6 × 127 × 215.9 cm und steht stabil ohne Befestigung — die Wandmontage spart dir Boden, braucht aber eine tragfähige Wand.

Was das für deinen Raum heisst — Platzbedarf, Lautstärke und Wandmontage gegen Bodenständer — steht auf der Ski-Ergometer-Übersicht. Wer den Zug vom Rudern kennt: Mechanik und Monitor sind dieselben wie beim Rudergerät, du findest dich sofort zurecht.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich Skilanglauf können?

Nein. Die Bewegung ist in ein paar Minuten gelernt — der Unterschied zwischen Anfänger und Fortgeschrittenem liegt nicht im Können, sondern darin, ob die Kraft aus der Hüfte kommt. Wer noch nie auf Langlaufskiern stand, kann trotzdem am ersten Tag sauber ziehen.

Wie oft soll ich auf den SkiErg?

Zwei Einheiten pro Woche reichen, um Technik und Ausdauer aufzubauen — eine lange, ruhige und eine mit Intervallen. Als Ergänzung im Kraftaufbau tut es auch eine kurze Einheit als Aufwärmen. Mehr bringt vor allem dann etwas, wenn du auf ein Format hin trainierst.

Was ist eine gute 1000-Meter-Zeit?

Die ehrliche Antwort: Das hängt stark von Körpergewicht, Technik und Trainingsstand ab — eine allgemeingültige Zielzeit gibt es nicht. Nimm deinen ersten Versuch als Ausgangswert und miss nach sechs bis acht Wochen erneut. Der Vergleich mit dir selbst sagt dir mehr als jede Tabelle.

Warum sind meine Watt tiefer als auf dem Rudergerät?

Weil beim Rudern die Beine den grössten Teil der Arbeit machen — die stärkste Muskulatur, die du hast. Am SkiErg liegt mehr Last auf Rumpf und Oberkörper. Tiefere Werte sind hier normal und kein Zeichen dafür, dass du etwas falsch machst. Vergleich SkiErg mit SkiErg.

Lohnt sich der SkiErg neben einem Rudergerät?

Wenn der Platz da ist: ja — die beiden ergänzen sich, weil die Last unterschiedlich verteilt ist. Wenn du dich für eines entscheiden musst und breite Grundlagenausdauer suchst, ist das Rudergerät der vielseitigere Start. Der SkiErg spielt seine Stärke aus, wenn du gezielt Oberkörper und Rumpf unter Ausdauerlast bringen willst.

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