In sechs Schritten zum perfekten Boden.

Raum messen, Material berechnen, Mittellinie ziehen, Methode wählen, Abschluss planen, bestellen. Ohne Fehlkäufe, ohne Überraschungen.

Der Unterschied zwischen "Boden bestellt und es passt" und "Ich hab jetzt fünf Platten zu wenig" ist 20 Minuten Planung. Wir gehen sie mit dir durch.

6 Schritte zur richtigen Bestellung

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Raum ausmessen

Länge messen (längste Wand, von Ecke zu Ecke). Breite messen (kürzeste Wand, von Ecke zu Ecke). Nischen separat erfassen: Türnischen, Heizkörper, Säulen. Skizze anfertigen – Grundriss mit Massen auf Papier. Tipp: Räume sind selten exakt rechteckig. Miss an mehreren Stellen und nimm das grösste Mass.
2

Materialbedarf berechnen

Grundformel: Fläche (m²) = Länge × Breite. Verschnitt einplanen: rechteckiger Raum +5 %, verwinkelter Raum +10 %, diagonale Verlegung +15 %. Beispiel: Raum 5 m × 4 m = 20 m². Verwinkelt → +10 % → 22 m². Bei 1×1-m-Tiles: 22 Platten bestellen.
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Mittellinie festlegen

Zeichne die Mittellinie in den Raum und verlege von der Mitte nach aussen – nicht aus einer Ecke heraus. Grund: Gummiplatten haben bis zu 1,5 % Toleranz in der Kantenlänge, auf einer 5-Meter-Reihe rund 7,5 mm. Fängst du in der Ecke an, summiert sich die Abweichung über den ganzen Raum und steht an der gegenüberliegenden Wand sichtbar da. Von der Mitte aus verteilt sie sich auf beide Seiten und verschwindet unter der Sockelleiste. Eine Achse reicht – ob längs oder quer ist egal.
4

Verlegemethode wählen

Vier Optionen – Connect-System, Puzzle-System, Lose Verlegung oder Verkleben. Welche für dich passt, hängt von Nutzung und Raumsituation ab. Vergleichstabelle weiter unten.
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Randabschluss planen

Rampen und Ecken entscheiden über Optik und Barrierefreiheit der Bodenfläche. Freistehende Fläche: Rampen rundherum + 4 Ecken. Wand-zu-Wand: keine Rampen, Sockelleisten reichen. Teilfläche: Rampen an offenen Seiten. Tür, die in den Raum aufgeht: Boden hinter dem Schwenkbereich beginnen lassen oder den Schwenkbereich ausschneiden. Eine Rampe brauchst du dort meistens nicht.
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Checkliste vor Bestellung

Raum ausgemessen, Grundfläche berechnet, Verschnitt eingerechnet, Mittellinie gezogen, Verlegemethode gewählt, Produktfamilie ausgewählt, Rampen und Ecken eingeplant, Untergrund geprüft (eben, trocken), Lieferweg geklärt (Bordstein oder Abholung). Alles abgehakt → bereit zur Bestellung.

Flächen- & Platten-Rechner

Wähle deinen Boden und trag die Raum-Masse ein. Wir rechnen Fläche, Verschnitt, Plattenanzahl und schätzen den Preis.

Grundfläche –
Mit Verschnitt –
Anzahl Platten –

Schätzung ohne Versand und allfällige Mengenrabatte. Fürs verbindliche Angebot melde dich bei uns.

Lieferung, Gewicht, Abholung

Die Spedition liefert bis an die Bordsteinkante vor deiner Lieferadresse – nicht in den Keller. Ab da trägst du selbst. Rechne mit rund 20 kg je 1×1-m-Platte in 25 mm: 30 m² sind rund 600 kg, zu zweit etwa eine Stunde Arbeit.

Die Alternative: Abholung bei uns in Pfäffikon. Viele Kunden machen das – und finden es in den Bewertungen erwähnenswert.

Verlegemethoden im direkten Vergleich

Methode AufwandRückstandslos entfernbarWann einsetzen
Connect-System (HG PRO CONNECT 25) Mittel, kein WerkzeugJaMietobjekt, hohe Nutzung, bombenfester Halt gewünscht
Puzzle-System (CORE 15 Puzzle, LITE 6 Puzzle) Gering, kein WerkzeugJaHome Gym, temporäre Flächen
Lose Verlegung (Tiles ohne Connector) Gering, kein WerkzeugJaWand-zu-Wand, unter schwerem Equipment
Verkleben Hoch, Klebstoff/SchienenNeinPermanente Installation, Studio-Bereich

Rampen und Ecken – nicht vergessen

Barrierefreie Übergänge und saubere Aussenecken werden oft erst bemerkt, wenn sie fehlen. Stolperfallen, offene Kanten, die sich hochbiegen, schiefer Abschluss zu einem anderen Bodenbelag – alles Folgen fehlender Rampen und Ecken. Rechne sie von Anfang an mit ein.

Untergrund und Raum – drei Fragen aus der Beratung

Drei Fragen, die uns beim Boden immer wieder erreichen. Alles Praxis aus Beratung und Kundenrückmeldungen – keine Messwerte.

Feuchter Keller. Ist selten ein Thema, und wir messen dafür nichts. Verlege den Boden lose, nicht verklebt, und heb hin und wieder eine Platte an, um darunter zu kontrollieren. Beim HG PRO CONNECT 25 kann unter der genoppten Unterseite Luft zirkulieren – das ist auch der Boden, den wir bei feuchtem Untergrund empfehlen. Die 15-mm-Linien und der ECO PRO 25 liegen flach auf.

Fussbodenheizung. Ja, das geht – wir hatten noch nie eine Reklamation wegen eines kalten Raums. Drei Dinge, in dieser Reihenfolge:

  • Nie in den Boden schrauben. Ein getroffenes Heizrohr ist sofort ein grosser Schaden.
  • Kein Droppen wie beim Gewichtheben ohne zusätzliche Dämpfung (Shock Absorb, Dropping Mat). Normales Ablegen ist in Ordnung.
  • Der Raum kann minimal kühler werden. In der Praxis war das nie ein Problem.

Unsere Empfehlung auch hier: HG PRO CONNECT 25. Auf 15 mm auszuweichen, nur wegen der Heizung, ist nicht nötig.

Rack und Rig. Ob zuerst der Boden oder zuerst das Rack kommt, spielt in den meisten Fällen keine Rolle. Was zählt, ist der Halt: Im CrossFit-Gym oder grösseren Studio schneidest du den Boden unter den Füssen des Rigs aus und verschraubst das Rig direkt im Beton – ohne weiche Schicht dazwischen, sonst wackelt es. Im Home Gym reicht es, das Rack auf den Boden zu stellen und durch die Platte zu schrauben. Ausschneiden gibt den besten Halt, ist aber nicht zwingend; manche Racks stehen auch ohne Verschraubung sicher. Mit Fussbodenheizung gilt: nicht schrauben, das Rack steht frei.

Ein Hinweis vorweg: kein Millimeter-Mass

Gummiplatten haben herstellungsbedingte Toleranzen – bis zu 1,5 Prozent Abweichung in der Kantenlänge. Das ist normal und materialbedingt. Gummi reagiert auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Transport, Sonneneinstrahlung.

Darum die zwei wichtigsten Massnahmen bei der Verlegung:

  • Versetztes Verlegemuster: gleicht kleine Abweichungen aus, fällt optisch nicht auf.
  • 48 h Akklimatisierung vor und nach der Verlegung: bei 18–26 °C, Platten einzeln flach ausgelegt.

Mit diesen zwei Punkten bekommst du jedes Mal ein sauberes Fugenbild – auch wenn einzelne Platten minimal abweichen.

Keine Lust auf die Verlegung?

Verstehen wir. Wir haben Partnerbetriebe in der Schweiz, die wir empfehlen können, oder wir kommen selbst vorbei – je nach Projekt-Grösse und Region. Ein Anruf oder eine Nachricht mit Masszeichnung reicht.

Häufige Fragen zur Planung

Wie genau muss ich messen?
Auf den halben Zentimeter genau reicht. Die Platten sind mit ein paar Millimetern Toleranz gefertigt, und der 5–10 mm Randabstand zur Wand fängt Ungenauigkeiten auf.
Was passiert, wenn ich zu viele Platten bestelle?
Heb sie auf. Boden-Reparaturen sind der häufigste Fall – eine beschädigte Platte tauschst du in fünf Minuten, wenn du Ersatz hast. Sonst muss nachbestellt werden, und Chargen können farblich minimal abweichen.
Kann ich verschiedene Dicken kombinieren?
Grundsätzlich ja, aber nicht auf gleicher Höhe. Wenn du z.B. ECO HEAVY 40 nur unter der Platform und HG CORE 15 ringsum willst, brauchst du einen Übergang. Besser: gleiche Dicke in der ganzen Fläche.
Brauche ich einen Fachmann für die Verlegung?
Für Connect, Puzzle und Lose-Verlegung: nein, das machst du selbst. Für Verklebung: empfohlen, vor allem bei grösseren Flächen. Wir nennen dir auf Anfrage Verlegepartner in der Schweiz oder kommen selbst vorbei.
Was kostet die Verlegung durch euch?
Auf Anfrage, abhängig von Fläche, Methode und Anfahrt. Schick uns eine Masszeichnung – du bekommst eine Einschätzung.
Warum passen nicht alle Platten auf den Millimeter?
Gummi ist kein Millimeter-Mass-Material. Herstellungsbedingt gibt es bis zu 1,5 Prozent Toleranz – das ist normal. Das versetzte Verlegemuster und die 5–10 mm Randfuge fangen das auf. Mit sauberer Verlegung fällt optisch nichts ins Gewicht.

Bereit für die Bestellung?

Wenn du noch unsicher bist, welche Linie passt: die Vergleichs-Seite hat die Antwort.

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