Welche Bauart passt zu dir?

Kettlebells unterscheiden sich nicht in der Qualität, sondern in einer einzigen Eigenschaft: ob die Kugel über alle Gewichte dieselben Masse behält oder mit dem Gewicht mitwächst. Daran hängt alles Weitere — der Preis, der Griff, und ob du beim Gewichtswechsel dieselbe Technik behältst.

Für Swings und Kniebeugen spielt das kaum eine Rolle. Sobald du einarmig über Kopf arbeitest, wird es der entscheidende Punkt.

Die Bauarten im Vergleich

Alle Masse aus unserem eigenen Sortiment, Stand heute.
Bauart MasseStärkeGewichte
Competition / Wettkampf 21 cm Kugel, 3,5 cm Griff — bei jedem Gewicht identischSnatch, Clean, Get Up, alles Einarmige8–32 kg
Hollow Competition gleiche Masse wie Competition, hohl gegossendasselbe Handling, aber nach oben weiter8–48 kg
ECO Hollow Competition gleiche Masse wie Competition, hohl gegossenCompetition-Handling zum kleineren Preis8–48 kg
Gusseisen, pulverbeschichtet wächst mit dem Gewicht, leicht raue OberflächeSwings, Squats, Deadlifts — günstigster Einstieg4–32 kg
Verstellbar 20 Stufen in einer Kugel, 1-kg-Schrittewenig Platz, eine Kugel statt sechs12–32 kg
Monster deutlich grössere Kugelwenn 32 kg zu leicht geworden sind36–92 kg

Competition: gleiche Masse, jedes Gewicht

Eine Wettkampf-Kettlebell misst 21 cm im Durchmesser und hat einen 3,5 cm dicken Griff — bei 8 kg genauso wie bei 32 kg. Nur die Füllung ändert sich, nicht die Form. Wenn du von 16 auf 20 kg gehst, ändert sich die Last, nicht dein Griff und nicht die Position am Unterarm.

Für alles, was einarmig über Kopf geht — Snatch, Clean, Turkish Get Up — ist das der Unterschied zwischen Üben und ständigem Neulernen. Deshalb ist sie in Boxen der Standard, obwohl sie mehr kostet.

Hollow und ECO Hollow: dieselben Masse, mehr Gewicht

Die Hollow-Varianten sind ebenfalls Wettkampf-Kettlebells: 21 cm Kugel, 3,5 cm Griff, bei jedem Gewicht gleich. Der Unterschied liegt in der Fertigung — sie sind hohl gegossen statt massiv befüllt. Für dich zählt vor allem eine Folge davon: Sie gehen bis 48 kg, während die klassische Competition bei 32 kg endet.

Wer einarmig über Kopf arbeitet und über 32 kg hinauskommt, hat damit die einzige Reihe, die das Handling beibehält, statt auf eine grössere Kugel wechseln zu müssen.

Die ECO-Fassung bietet dasselbe Handling zum kleineren Preis. Worin sich die beiden sonst unterscheiden, klären wir gerade mit dem Hersteller — sobald es belastbar ist, steht es hier.

Gusseisen: wächst mit dem Gewicht

Die pulverbeschichtete Gusseisen-Kettlebell wird mit jedem Kilo grösser: Die 32er ist deutlich voluminöser als die 8er, und der Griff wird dicker. Beim Swing merkst du das kaum, beim Überkopfdrücken schon — der dicke Bügel liegt anders in der Hand.

Die leicht raue Oberfläche nimmt Chalk gut auf, was bei langen Sätzen hilft. Für Swings, Squats und Deadlifts ist sie völlig ausreichend — und mit CHF 25 für die kleinste Kugel der günstigste Weg in das Training.

Verstellbar: eine Kugel statt sechs

Die verstellbare Wettkampf-Kettlebell deckt 12 bis 32 kg in 1-kg-Schritten ab — 20 Stufen in einem Gerät. Für eine Wohnung, in der kein Regal voller Kugeln stehen soll, löst das ein echtes Problem.

Zwei Dinge sind der Preis dafür. Erstens fängt sie bei 12 kg an — für Turkish Get Up, Press und den Einstieg in die Technik ist das zu schwer. Zweitens musst du zwischen zwei Sätzen umbauen. Wer im Training schnell zwischen Gewichten wechselt — etwa bei Komplexen oder im WOD — ist mit zwei festen Kugeln besser bedient.

Unsicher, was davon zu dir passt?

Der Finder fragt nach deinem Training und deinem Platz — und sagt dir, welche Bauart und welche Gewichte dazu passen.

Häufige Fragen zur Bauart

Lohnt sich Competition für ein Home Gym?
Wenn du einarmig über Kopf arbeitest: ja. Wenn du vor allem schwingst und Kniebeugen machst: nicht zwingend — dann steckst du das Geld besser in eine zweite Gusseisen-Kugel.
Warum kostet Competition mehr?
Weil gleiche Masse bei unterschiedlichem Gewicht aufwendiger sind: Die Kugel wird aus Stahl gefertigt und gezielt befüllt, statt einfach mehr Material zu giessen.
Was bedeutet die Farbcodierung?
Competition Kettlebells folgen dem IWF-Standard: Jedes Gewicht hat seine Farbe. Im Training greifst du damit ohne Nachdenken zur richtigen Kugel — in der Box der eigentliche Nutzen.
Sind Kunststoff-Kettlebells eine Alternative?
Für den gelegentlichen Gebrauch ja, für ernsthaftes Training nein. Der Schwerpunkt sitzt anders, und der Griff hält der Belastung über Jahre nicht stand. Wir führen sie deshalb nicht.
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